Versionierung / Revisionierung

Unabhängig, performant, sicher: PDM ermöglicht den Blick hinter die Kulissen

Effektivität als Treiber von Effizienz liest sich beim Product Data Management (PDM) wie folgt: CAD-Konstrukteur Mustermann fährt in den Urlaub, ist krank oder hat das Unternehmen verlassen – die gut ausgebildeten und motivierten Kollegen übernehmen. Beispielsweise um den aktuellen Auftrag zu beenden oder ein fast identisches Wiederholbauteil, das auf der Arbeit von CAD-Konstrukteur Mustermann aufbaut, zu konstruieren. Das PDM – die eine Quelle der Wahrheit (Single Source of Truth) – sorgt für reibungslose Übergänge. Denn im PDM ist die richtige, weil aktuelle Version nicht nur gespeichert, sondern auch eindeutig erkennbar. Unabhängig von Konstrukteur, Zeit und Ort lässt sich damit praktisch ausschließen, dass versehentlich an einer alten Version gearbeitet wird. Die systemimmanente Versionsverwaltung gewährleistet aus Prozess- und Produktperspektive beides: die Nachvollziehbarkeit und die Nutzung korrekter Daten, die sich durch Benutzer- und Gruppenberechtigungen zusätzlich steuern lässt. Versionierung und Statusverwaltung ermöglichen auch das gleichzeitige Arbeiten mehrerer Benutzer an einer Baugruppe ohne Datenverluste und Inkonsistenzen (Concurrent Engineering / Collaborative Engineering).

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Als Version wird die fortlaufende, interne Nummerierung des PDM-Objektes verstanden – inklusive eindeutiger Angaben zum Erstellungsdatum und zum Änderungszustand. Auf die Vorgängerversion kann ebenfalls zurückgegriffen werden. Revision meint demgegenüber eine Version, die geprüft, genehmigt und freigegeben wurde. Die Versionierung im PDM zeigt die ganze Stärke des Systems unter dem Aspekt Statusmanagement: Zustände aller Art lassen sich im Produktentstehungsprozess sicher verwalten, Lösungswege und Zwischenstände, auch die gesammelten Modifikationen der Produktentstehung bis zur Übergabe an die Fertigung ohne Weiteres nachvollziehen. Läuft eine Entwicklung offensichtlich ins Leere, kann ein älterer Stand einen neuen Anknüpfungspunkt darstellen. Die Transparenz im PDM befähigt – früher nahezu undenkbar – auch zur aktiven Prozesslenkung. Statusabhängig können externe Lieferanten, der interne Einkauf oder die Arbeitsvorbereitung Zugriff auf die jeweiligen Versionen bzw. die revisionierten Stände erhalten.

Die Performance der PDM-Systeme bei Versionierung und Revisionierung ist konventionellen Lösungen deutlich überlegen. Bei der Anwendung von Office-Programmen zum Beispiel wird das Dokument bei der Versionierung komplett neu gespeichert – angesichts der Dateigröße ein aufwändiger Arbeitsschritt, der oft von unkontrollierten Kopien und Wildwuchs in den Ablagestrukturen begleitet wird. Professionelles Dokumentenmanagement mittels PDM bildet den Gegenentwurf: Das System ist so konzipiert, dass es große Mengen großer Dokumente samt Metadaten wie Autor, Nummer und Bezeichnung strukturiert (Indexierung) entlang der Wertschöpfungskette verwaltet.

Sowohl abbilden als auch unterstützen kann das PDM den Faktor Revisionssicherheit. Sie beschreibt die Korrektheit und Prüfbarkeit der gespeicherten Dokumente. Die geltungssichere Bereitstellung und Langzeit-Archivierung der Dokumente im PDM entspricht nicht nur dem Lebenszyklus-Konzept des Product Lifecycle Management – sie kann beispielsweise im Schadensfall auch belegen, dass alle Auflagen bei Entwicklung, Fertigung und Inbetriebnahme eingehalten wurden. Selbst die Historie der Veränderungen und Anpassungen ist nachvollziehbar.

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